Energieberatung Lichtenauer

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Erfassungsbogen Modernisierung



Erfassungsbogen Nichtwohngebäude



Erfassungsbogen Wohngebäude

Energieausweis für Wohn- und Nichtwohngebäude

Die EU-Richtlinie „Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden“ vom 16.12.2002 (kurz: EU-Gebäuderichtlinie verpflichtet die 24 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zur Umsetzung verschiedener Maßnahmen zur Energie- und CO2-Einsparung im Gebäudebereich. Hierzu gehört die Einführung von Energieausweisen bei Bau, Sanierung, Verkauf oder Vermietung von Wohn- und Nichtwohngebäuden vom Eigentümer vorgelegt werden müssen.

In Deutschland wurden mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2002 bereits Energieausweise für Neubauten eingeführt. Sie müssen vom Architekten oder Planer zusammen mit dem Bauantrag eingereicht werden. Mit der EU-Gebäuderichtlinie wurden die Energieausweispflicht nun auch auf Bestandsgebäude übertragen.

Der Energieausweis – häufig auch Energiepass genannt – dokumentiert und bewertet die energetische Qualität eines Gebäudes. Damit wird ein einheitliches Gütesiegel für Immobilien etabliert, vergleichbar mit den bekannten Energieeffizienzklassen von Elektrogeräten oder dem vorgeschriebenen Verbrauchshinweis von Kraftfahrzeugen.

Der Energieausweis soll

  • den Energiebedarf von Häusern und Wohnungen „sichtbar“ machen
  • Vergleichbarkeit und Transparenz auf dem Immobilienmarkt schaffen
  • Energiesparpotenziale aufzeigen
  • Impulse für Investitionen in die energetische Sanierung des Gebäudebestands auslösen

Nach der EU-Gebäuderichtlinie muss der Energieausweis drei wesentliche Aussagen enthalten:

  • Energiekennwerte über die Gesamtenergieeffizienz des Objektes
  • Vergleichswerte zu anderen Gebäuden
  • Modernisierungsempfehlungen zur
  • Steigerung der Energieeffizienz

Ob Wohn- oder Nichtwohngebäude, wir erstellen Ihren Energieausweis

Energieausweise nach der neuen Rechtssprechung können ab sofort ausgestellt werden und haben eine Gültigkeit von 10 Jahren.

Bei einem verbrauchsorientierten Energieausweis werden die Verbrauchsdaten der letzten 3 Jahre zugrunde gelegt. Entsprechend dem Gebäudestandort wird dann ein klimabereinigter Energieverbrauchsausweis ausgestellt. Der Gesetzgeber schreibt eine Besichtigung des Gebäudes nicht zwingend vor, auch die Verbrauchsdatenerhebung kann durch den Eigentümer erfolgen. Solche so genannte „Billigausweise“ können Sie online über das Internet bestellen, wovon ich Ihnen allerdings aus folgenden Gründen abraten möchte:

  • Ein Ausweis ist 10 Jahre gültig und muss auch in 5 Jahren noch nachvollziehbar sein.
  • Aus Gründen der Rechtssicherheit sollte man dem Mieter oder Käufer belegen können, woher die Daten kommen und wie der Energieausweis entstanden ist.

Ein von uns ausgestellter Energieverbrauchsausweis enthält folgende Leistungen:

Besichtigung des Gebäudes Überprüfung der Verbrauchsabrechnungen (Datenerhebung durch den Energieberater - im Energieausweis wird dokumentiert wer die Datenerhebung vorgenommen hat!)

Verbrauchsorientierte Energieausweise sind nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig, nämlich wenn:

  • das Gebäude mindestens 5 Wohneinheiten besitzt, oder - der Bauantrag nach dem 1.11.1977 gestellt wurde, oder
  • das Gebäude bereits bei seiner Fertigstellung das Anforderungsniveau der Wärmeschutzverordnung vom 11.8.1977 erreicht hat, oder
  • das Gebäude nachträglich auf das Anforderungsniveau der Wärmeschutzverordnung vom 11.8.1977 gebracht wurde.

Für Nichtwohngebäude ist ein verbrauchsorientierter Energieausweis immer zulässig. In allen Fällen müssen aber die Verbrauchsdaten für mindestens drei zurückliegende Jahre bekannt und anhand von Heizkostenabrechnungen, Rechnungen von Energielieferanten o. ä. nachweisbar sein.

Ein von uns ausgestellter Energiebedarfsausweis enthält folgende Leistungen:

  • Erfassung des IST-Zustandes, insbesondere der bau- und heizungstechnischen Gegebenheiten.
  • Überprüfung der Verbrauchsabrechnungen
  • Erstellen eines Energiebedarfsausweises nach dem ausführlichen Verfahren, z. B. mit detaillierten Dämmwertberechnungen einschließlich ausarbeiten von plausiblen Empfehlungen zur energetischen Gebäudesanierung.
  • Ein Energiebedarfsausweis ist wesentlich aussagekräftiger und wird sicher von Mietern und eventuellen Käufern besser akzeptiert werden als ein Verbrauchsausweis.

Dieser ist notwendig, wenn Sie z.B. Fördermittel aus dem KfW CO2-Gebäudesanierungsprogramm in Anspruch nehmen möchten.